In dieser Website kritiphys.com/Präzisierung der
Keplergleichungen
habe ich im Juli 2007 geschrieben:
Umgekehrt formuliert: Das Gleichgewicht des
Kreisels ist außerordentlich empfindlich, da schon geringste Abweichungen zu
erheblichen Differenzen der Präzessionsperiode führen würden. [In diesem
Zusammenhang stellt sich die Frage, welchen Einfluß die, durch exzessiven
Verbrauch fossiler Ressourcen verursachte Klimaveränderung und das damit
verbundene Abschmelzen der Polkappen – insbesondere in der Antarktis – , auf
die Drehung der Erdachse und damit auf eine möglicherweise beschleunigte
Klimaveränderung hat. Würde beispielsweise auf beiden Polkappen Eis in der
Dicke von x ≈ 100 m abschmelzen und daraufhin der Wasserspiegel am
Äquatorwulst um ca. y ≈ 50 m erhöht werden, dann würde sich die Chandler-Periode
rechnerisch auf ca. 426 Tage verkürzen. Würde etwa die Hälfte (x ≈ 1000 m) des
Polkappeneises abschmelzen, würde sich der oben angegebene Rechenwert auf etwa
390 Tage (y ≈ 500 m) einstellen.]
Nach meiner Ansicht wird der mögliche Anstieg
des Wasserspiegels der Weltmeere total unterschätzt. In der Ausgabe einer
aktuellen Tageszeitung spricht man von einem Anstieg im Äquatorbereich von 5 m.
Dabei wird sicher nicht berücksichtigt, daß sich die Erde dreht, also durch die
Rotation Fliehkräfte auftreten, die sich vor allem im Bereich des Äquators
verheerend auswirken werden, weil dort wegen der höheren Geschwindigkeit die
Fliehkräfte, die auf das Wasser wirken, größer sind als in der Nähe der Pole.1
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1 Die Zeit, 45, 8.12.2010: Würde die Antarktis abschmelzen, stiege der Meeresspiegel um etwa 65 Meter.
Auch in diesem Zitat wird nicht der Einfluss der Erdrotation erwähnt.
[März 2009], [aktualisiert Dezember 2010]


