Universum und Klima

Seit die wissenschaftliche Welt dazu übergegangen ist, die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen oder gar Vermutungen nur in englischer Sprache zuzulassen, werden die skurrilsten „Erkenntnisse“, ohne Berücksichtigung von Kritik an einmal veröffentlichten Grundlagen, in die Welt gesetzt. Hier sind wieder solch eklatante Beispiele[i], dieses Mal von dem Astrophysiker Stephen Feeney von der Universität London oder dem Informatiker Witold Fraczek der US-Softwarefirma Esri.

         1.  Der o. g. Astrophysiker will ein Indiz gefunden haben und kann sich damit sofort Gehör in der einschlägigen Presse verschaffen. Je verrückter umso durchschlagender. Während handfeste Beweise[ii] Keiner hören mag.

         2.  Schon die Theorie von einem Urknall, also der Geburtsstunde[iii] unseres Universums, ist falsch. Sie stützt sich auf die Relativitätstheorie, die von Einstein in ihren Grundlagen bereits unlogisch angesetzt worden ist.

         3.  Die Bemerkung: Weil „unser Universum genau darauf abgestimmt ist, daß Leben existieren kann“, ist eine Wichtigtuerei. Vielmehr existiert Leben auf einem Gestirn weil zufällig dort Bedingungen herrschen, die entsprechend angepasstes Leben möglich machen.

         4.  Von einer Feinabstimmung zwischen Expansion des Universums und diese Expansion bremsende Schwerkraft zu sprechen, kann nur einem Astrophysiker einfallen, der das Grundprinzip[iv] des Universums nicht verstanden hat. Wenn in unserem Sonnensystem die Massen um einen jeweils gemeinsamen Schwerpunkt rotieren, dann gilt dieses Prinzip auch dann, wenn die Systeme so weit von irdischen Beobachtern entfernt sind, daß man diese Bewegungen kaum mehr korrekt registrieren kann. Es ist völlig abwegig dieses Grundprinzip ab einer gewissen Entfernung infrage zu stellen.

           Wir können also feststellen,  daß alle Massen, also auch Galaxien, um Schwerpunkte rotieren. Dabei stellen sich Rotationsgeschwindigkeiten ein, die die anziehenden Gravitationskräfte kompensieren. Die Folge: elliptisch geformte Umlaufbahnen, in denen sich Umlaufgeschwindigkeit und Gravitationskraft ständig ändern, jedoch im gegenseitigen Gleichgewicht bleiben.

         5.  In den in Fußnote 2 genannten Aufsätzen wird entsprechend gesagt, daß der Urknall und die nachfolgende Expansion des Universums durchaus eine, durch die Fehlinterpretation der Relativitätstheorie indizierte Vermutung ist. Es kann also sein, daß die Signale ferner Sender im Verlauf ihrer Reise vom Rand des Universums Energie einbüßen und langwelliger (Rotverschiebung) werden. Dafür spricht die Hintergrundstrahlung, die aus allen Richtungen den Beobachter (Signal-Empfänger) trifft. Es ist kaum anzunehmen, daß der Signal-Empfänger die gleiche Entfernung zum Rand des Universums nach allen Richtungen hat, also quasi sich zufällig im Zentrum der Expansion befindet, was aber durch berechnetes Alter des Universums (>13*109Jahren) nahe gelegt wird..

         6.  Bei einer Abweich-Genauigkeit von 1 mit 56 Nullen von exakten Messungen zu sprechen, ist schon sehr mutig. Eine derartige Genauigkeit ist noch nicht einmal bei Naturkonstanten festgestellt worden. Kein Wunder, „daß eine Erklärung Physiker vor Rätsel stellt“.

         7.  Die Hoffnung auf eine Lösung des Rätsels mittels des Weltraumteleskops Planck, rechtfertigt wenigstens in der Öffentlichkeit den Bau und Betrieb eines enorm aufwändigen Projekts.

         8.  Die theoretische aber völlig unsinnige Frage nach dem Stillstand der Erdrotation beantwortet sich selbst: „Wenn der Hund nicht ge…issen hätte…“

           Relevant ist dagegen die Frage: „Wenn sämtliches Eis der Arktis und der Antarktis abschmelzen würde?“[v] Wie hoch steigt der Meeresspiegel an und welche Inseln, bzw. Festlandteile würden unter den Fluten verschwinden?


[23. Dezember 2010]


[i] s. Artikel in der Rp vom 21.12.2010, sowie Artikel in Die Zeit vom 22.12.2010

[ii] s. <www.dinglinger-drg.de/die_relativitatstheorie_ein.html>

             und  <www.kritiphys.com/übersicht.html/Kommentar und Kritik zu A. Einstein> (und <Hubble und Spektrum>)

[iii] in diesem Zusammenhang von Stunde zu reden, ist bereits Unsinn!

[iv] www.kritiphys.com/übersicht.html/Massen-Rotation und Drehimpuls>

[v] www.kritiphys.com/zum_klimawandel.html


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